Was ist Bindungstheorie?
Hast du dich jemals gefragt, warum du in Beziehungen so reagierst, wie du es tust? Warum manche Menschen Naehe suchen, waehrend andere Abstand brauchen? Die Antwort liegt oft in deinem Bindungsstil.
Die Bindungstheorie, entwickelt vom britischen Psychologen John Bowlby in den 1950er Jahren und erweitert von Mary Ainsworth, revolutionierte unser Verstaendnis menschlicher Verbindungen. Urspruenglich bei Saeuglingen und Bezugspersonen untersucht, entdeckten Forscher Cindy Hazan und Phillip Shaver in den 1980er Jahren, dass dieselben Muster uns ins Erwachsenenalter begleiten.
Die vier Hauptbindungstypen
Sicherer Bindungstyp (50-60% der Erwachsenen) - Menschen mit sicherer Bindung fuehlen sich sowohl mit Naehe als auch mit Unabhaengigkeit wohl. Sie vertrauen Partnern, kommunizieren offen und bewaeltigen Konflikte konstruktiv.
Aengstlicher Bindungstyp (20% der Erwachsenen) - Menschen mit aengstlicher Bindung sehnen sich nach Naehe, sorgen sich aber staendig um Ablehnung. Sie brauchen haeufige Bestaetigung und fuerchten Verlassenwerden.
Vermeidender Bindungstyp (25% der Erwachsenen) - Vermeidende Menschen schaetzen Unabhaengigkeit ueber Verbindung. Sie fuehlen sich unwohl bei emotionaler Naehe und bevorzugen Selbststaendigkeit.
Aengstlich-vermeidender Bindungstyp (5-10% der Erwachsenen) - Dieser seltenere Stil beinhaltet widerspruechliche Wuensche: Sehnsucht nach Naehe bei gleichzeitiger Angst davor.