Ein Adventskalender für Paare braucht keine teuren Geschenke, sondern 24 kleine Anlässe, einander Aufmerksamkeit zu schenken. Ein Umschlag mit einer Nachricht, ein Gutschein für einen Abend, eine Frage, die ihr euch noch nie gestellt habt. Und weil es ein Kalender für zwei Erwachsene ist, dürfen einige Türchen ruhig frech werden.

Unten steht, was ihr an Material braucht, wie der Kalender in vier Schritten entsteht, und ein Plan mit 24 Ideen, der jede Adventswoche ein bisschen wärmer macht als die vorige. Wer lieber nicht bastelt, findet am Ende eine fertige Variante zum Ausdrucken.

Adventskalender für Paare selber machen: was ihr braucht

Die Grundausstattung passt in eine Einkaufstüte und kostet im Drogeriemarkt oder Bastelbedarf etwa 10 bis 20 Euro.

Die Anleitung in vier Schritten

  1. Plan zuerst, basteln danach. Schreibt alle 24 Ideen auf eine Liste, bevor ihr den ersten Umschlag beschriftet. So seht ihr sofort, ob eine Woche zu voll oder zu brav geraten ist.
  2. Nummerieren und mischen. Die Zahlen hängen nicht der Reihe nach, das Suchen des richtigen Türchens gehört morgens zum Spaß dazu.
  3. Füllen und verschließen. Gutscheine bekommen ein Datum oder den Zusatz „diese Woche einlösbar“, sonst sammeln sie sich bis Februar in einer Schublade.
  4. Aufhängen, wo ihr beide jeden Tag vorbeikommt. Das Schlafzimmer ist ideal, weil die frechen Türchen dort nicht erklärt werden müssen, wenn Besuch kommt.

Der Plan: vier Wochen, vier Stufen

Der häufigste Fehler bei selbstgemachten Kalendern ist, das Beste gleich am Anfang zu verschenken. Besser ist eine Steigerung, die sich über den ganzen Dezember zieht.

Woche 1: Nähe (Türchen 1 bis 6)

Woche 2: Spielen (Türchen 7 bis 12)

Woche 3: Sinnlich (Türchen 13 bis 18)

Woche 4: Frech (Türchen 19 bis 24)

Drei Fehler, die den Kalender kippen lassen

Zu viel Aufwand pro Türchen. Wer sich für jeden Tag ein kleines Projekt vornimmt, sitzt am 10. Dezember abends um elf noch am Basteln und hasst den Kalender. Die meisten Türchen sollten in zwei Minuten vorbereitet sein: ein Zettel, eine Frage, ein Gutschein. Drei oder vier aufwendige Tage reichen für den ganzen Monat.

Gutscheine ohne Termin. „Gutschein für eine Massage“ klingt großzügig und verschwindet dann in der Schublade. „Einlösbar bis Sonntag“ macht daraus einen Plan. Das gilt besonders für die dritte und vierte Woche, in der die Gutscheine die Stimmung tragen.

Alles hängt am selben Abend. Der Dezember ist voll: Firmenfeiern, Familie, Geschenke, Reisen. Plant die aufwendigen Türchen auf Tage, von denen ihr wisst, dass sie ruhig werden, und legt auf volle Tage die kleinen Botschaften. Wenn doch einmal ein Abend ausfällt, wird das Türchen einfach am nächsten freien Tag geöffnet. Niemand zählt nach, und der Kalender soll Vorfreude machen, keinen Druck.

Zu zweit füreinander: die schönste Variante

Statt dass einer 24 Türchen allein füllt, übernimmt jeder zwölf, abwechselnd gerade und ungerade Tage. Das halbiert die Arbeit und verdoppelt die Spannung, weil jeder jeden zweiten Morgen selbst überrascht wird und an den anderen Tagen zusehen darf, wie der Partner seinen Umschlag öffnet. Legt vorher nur fest, in welcher Woche welche Stufe dran ist, damit nicht einer romantisch bleibt, während der andere schon in Woche vier angekommen ist.

Absprachen für die frechen Türchen

Ein Adventskalender ist ein Versprechen über 24 Tage, und die frechen Türchen funktionieren nur, wenn beide sich darauf freuen. Zwei Minuten Absprache vorher reichen: was auf keinen Fall in einen Umschlag kommt, und dass jedes Türchen auch verschoben werden darf, ohne Begründung. Ein Gutschein, der erst im Januar eingelöst wird, ist immer noch ein guter Gutschein.

Wer unsicher ist, was dem anderen gefällt, macht vorher eine gemeinsame Sex-Bucket-List: was dort bei beiden steht, gehört sicher in Woche vier. Und wie ihr den Abend hinter einem sinnlichen Türchen aufbaut, steht in den Pre-Sex-Ritualen.

Wenn die Zeit fehlt: fertige Türchen

Nicht jeder hat im November Lust auf Basteln. Für Türchen 7 bis 18 eignen sich Spiele, die ohne Vorbereitung laufen: die Sex-Würfel im Browser passen genau zu Türchen 17, und im Spielekatalog für Paare findet ihr für jeden Abend der zweiten Woche etwas. Wer den ganzen Kalender fertig haben will, bekommt im LovePlay-Shop einen frechen Adventskalender mit 25 Türchen zum Ausdrucken, dazu passen die intimen Gutscheine für die Türchen, in denen ein Versprechen stecken soll.

Häufige Fragen

Was kommt in einen Adventskalender für Paare?

Am besten eine Mischung aus vier Sorten: kleine Liebesbotschaften, Gutscheine für gemeinsame Zeit, Fragen und Spiele für den Abend und ab der dritten Woche sinnliche oder freche Aufgaben. Teure Geschenke braucht es nicht, die meisten Türchen kosten nichts außer Zeit.

Wann sollte man mit dem Basteln anfangen?

Mitte November ist ein guter Zeitpunkt. Dann bleiben zwei Wochen für Material, Ideen und das Füllen, und der Kalender hängt am 1. Dezember, ohne dass der letzte Abend davor hektisch wird.

Wie viel kostet ein selbstgemachter Adventskalender?

Umschläge, Säckchen, Schnur und Klammern gibt es im Drogeriemarkt oder Bastelbedarf für etwa 10 bis 20 Euro. Der Rest besteht aus Zetteln, Gutscheinen und Kleinigkeiten, die ihr ohnehin im Haus habt.

Wie macht man einen erotischen Adventskalender, ohne dass es peinlich wird?

Langsam steigern. Die ersten zwei Wochen bleiben romantisch, ab Woche drei kommen sinnliche Gutscheine, und die frechsten Aufgaben liegen hinter den letzten Türchen. Vorher kurz absprechen, was auf keinen Fall hineinkommt, dann bleibt jedes Öffnen eine Vorfreude und keine Prüfung.

Kann man den Kalender auch zu zweit füreinander machen?

Ja, das ist sogar die schönste Variante: jeder füllt zwölf Türchen, abwechselnd gerade und ungerade Tage. So bekommt jeder jeden zweiten Tag eine Überraschung und hat an den anderen selbst die Freude am Zusehen.